Runde Tage

Freitag, 21. August 2015

Es gibt so Tage, die sind einfach rund - so wie mein heutiger. Ich konnte ausschlafen und in wunderbarer, neuer Bettwäsche aufwachen, danach war ich ausnahmsweise mal motiviert, noch vor dem Frühstück Sport zu machen. Zu Essen gab es leckerstes Zitronen-Müsli mit Joghurt und eine ganz große Tasse Tee. Den Vormittag vertrödelte ich am PC, erledigte so dies und das und nachdem ein lang ersehntes Päckchen eintraf, machten der Mann und ich uns mit den Rädern auf zur Markthalle. Der Weg dorthin war richtig schön und ich musste immer wieder stehenbleiben, um ein paar Bilder zu machen. In der Markthalle kauften wir dann Bohnen, Kartoffeln, frisches Brot, Äpfel, Möhren, Sellerie und ein paar Blumen. Wieder zu Hause angekommen machte ich mich sofort daran, Bohnensuppe zu kochen; die gibt es dann gleich mit geröstetem Brot. Zwischendurch fand ich noch die Zeit, Cookieteig zu machen und Schokocookies zu backen und die Küche ist auch schon wieder aufgeräumt.
Außerdem möchte ich gern nachher noch den Teig für ein Kartoffelbaguette ansetzen. Mal sehen, ob das was wird.







Herbsttag

Freitag, 21. August 2015

Frühherbst ist es geworden - für mich zumindest. Andere mögen es Spätsommer nennen.
Ich freue mich auf die reifen Äpfel, darauf, vielleicht noch einmal Brombeeren zu ernten. Ich freue mich auf all die Marmeladen, die ich im Sommer gekocht habe, auf Wollsocken, Nebel auf den Feldern gegenüber. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, wie sich die Blätter färben, wie sich alles verändert. Ich mag das Gluckern der Heizung und morgens mit kalten Füßen noch einmal ins Bett schlüpfen; nur noch fünf Minuten. Die Sonne steht bereits tiefer und in den letzten Nächten war es angenehm kühl, sodass ich mich richtig in die Decke kuscheln mochte.
Im Herbst beginnt mein neuer Job, mit dem Mann geht es nach Wien zur verspäteten Hochzeitsreise. Einiges steht noch an, viel ist schon geschehen.
Und abends, da riecht es nicht mehr nach Sommer, es riecht nach Herbst. Ein ganz kleines bisschen.




Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
R. M. Rilke
 

12 von 12 | August

Mittwoch, 12. August 2015

Wahnsinn, nun ist schon der 12. August. In diesem Jahr hat sich bisher so viel geändert... Wie es wohl weitergeht? All diese Dinge haben mich mein kleines Blog auf vergessen lassen, aber wenn endlich wieder etwas Ruhe einkehrt, habe ich auch wieder mehr Ruhe und Muße, aufzuschreiben, was mich bewegt und was alles geschieht.
Umso mehr freut es mich, dass ich zwischen all dem, was gerade so passiert, an die 12 von 12 gedacht habe. Hier also meine 12 Bilder vom 12. August:


Fast bei all meinen 12 von 12 dabei: Ein Bild von meinem iPod, kurz nach dem Aufwachen oder, so wie heute, nach dem Aufstehen. Nachdem der gestrige Tag sehr anstrengend war, schlief ich ganz wunderbar und erwachte gegen acht Uhr ausgeschlafen und voller Energie. Eine perfekte Gelegenheit, um mir den Wäschekorb zu schnappen und endlich mal all die kleinen und größeren Dinge aus den Zimmer zu sammeln, die eigentlich woanders hingehören. Nachdem sich ein kleiner Berg (noch mehr als auf dem Bild) angesammelt hatte, brachte ich alles an den jeweiligen Platz zurück.


Während der Mann noch schlief, widmete ich mich gleich danach meinem Schreibtisch und warf erst einmal alles auf's Gästebett. Um es kurz zu machen: Ein Großteil davon konnte in den Müll (Flyer, Notizen, ...), der Rest wurde sortiert und wichtige Unterlagen abgeheftet. So etwa einmal im Monat muss das bei mir sein, damit nichts in Vergessenheit gerät. Danach gab's endlich einen Tee und Frühstück!


Nach dem Frühstück konnte ich ein bisschen entspannen, die Katze flauschen und in einer Zeitschrift blättern. Der Mann staubsaugte derweil die Wohnung. Danach ging es für mich daran, die Waschmaschine mal wieder zu putzen (kommt etwa zweimal im Jahr vor). Besonders das Putzen der Dichtung ist nicht sehr lecker, aber hilfreich.


Gemeinsam fuhren wir im Anschluss in die Uni, einiges aus Büchern kopieren. Dank seines Lehrauftrages hat der Mann eine Institutskopierkarte. Gut für mich, denn so konnte ich die nötigen Artikel und Buchauszüge für meine Hausarbeit gleich mitkopieren. Im Anschluss gab es vor der Mensa noch ein Eis, dann radelten wir wieder zurück.


Der Nachmittag war ziemlich ruhig, ich tat es der Katze gleich, machte es mir gemütlich und machte ein bisschen Lieblingsmusik an. Danach schaffte ich es endlich, meiner liebsten (Nicht-nur-)Brieffreundin zu antworten - das wurde auch Zeit, denn es gab so viel Neues zu erzählen!


Ein guter Tipp für diejenigen, die ein bisschen Aufregung zu schätzen wissen: Einfach mal die falsche Herdplatte andrehen - nämlich die, auf der die Holzabdeckplatte liegt. Ähem. Der Mann fragte sich plötzlich, warum es in der Wohnung so nach Grill roch... Zum Glück ist nichts schlimmeres passiert und das Essen schmeckte trotzdem ganz wunderbar. Das gab es heute übrigens ganz "wie früher" (also vor knapp vier Jahren, wenn ich den Mann in seiner WG besuchte) vor dem PC, eine Serie schauend. Hachja, Romantik und so!
Nun trink' ich noch einen Tee und falle dann hoffentlich bald ganz müde ins Bett.


Mehr 12 von 12 gibt's wie immer bei Caro




Im August möchte ich...

Dienstag, 4. August 2015

  • den Geburtstag meiner Mama in Berlin feiern (das war am 02. August).
  • ein Vorstellungsgespräch gut überstehen und mich dann vielleicht auf einen neuen Job freuen.
  • mit lieben Freunden gemeinsam draußen sitzen und grillen.
  • das schöne Sommerwetter versuchen zu genießen (und nicht über die Hitze fluchen).
  • noch einmal Besuch aus Berlin bekommen; von einer anderen sehr guten Freundin!




Im Juli habe ich...
  • einen wunderbaren Geburtstag verbracht und ganz tolle, persönliche Geschenke bekommen.
  • unsere Hochzeitsbilder bekommen, schon ungefähr Hundert Mal angesehen und mit Familie und Freunden geteilt.
  • eine wunderbare Zeit mit Besuch aus Berlin verbracht - und sie kurz darauf zu ihrem Geburtstag in Berlin gesehen und mit ihr gefeiert.
  • Urlaub geplant und mich in Vorfreude geübt.

[Eine tolle Idee von Frische Brise]



Traumtisch

Freitag, 24. Juli 2015

Kurz nachdem der Mann und ich in die neue Wohnung zogen stellte ich fest, dass unser alter Tisch mir zu klein geworden war. Wir hatten ihn noch in Berlin gekauft, eine Frau hatte ihn aufgearbeitet und mit einer Glasplatte versehen. Er war wunderbar - für unsere alte Küche. Wie so oft, wenn wir mit einem Möbelstück nicht wissen, wohin, liehen wir es erst einmal meiner Mama aus (wir tauschen häufiger mal Möbel, so bleiben sie sozusagen im Bestand) und besorgten uns günstig einen neuen gebrauchten Tisch. Der gefiel uns an sich gut, war aber auch schnell irgendwie zu klein und einfach nicht passend für uns. Für den Übergang liehen wir uns von Freunden einen großen, ausziehbaren Tisch aus massivem Holz. Die Farbe gefiel mir, doch er wirkte schon sehr... schwer. So richtig wollte auch er sich nicht einfügen. Heute hatte ich dann endgültig genug. Nachdem ich vor einiger Zeit bei Pinterest auf eine schöne Idee für ein Tisch-DIY gestoßen war, zog es mich in den Baumarkt und zum Möbelschweden. Ich besorgte ein Untergestell aus weißem Stahl, Holz und Schrauben. zu Hause war ich etwa zwei Stunden beschäftigt, doch nun steht er und sieht fabelhaft aus: Unser neuer, selbstgemachter und perfekt auf uns abgestimmter Küchentisch:


Der Mann war zunächst sprachlos, als er heimkam. Und dann begeistert. Ich bin es ebenso! Morgen werde ich den Tisch noch etwas anschleifen und mit Wachs behandeln, dann kann auch ohne Sorge (meinerseits) von ihm gegessen werden. Meine Wochenend-Freude!

Sommer

Samstag, 18. Juli 2015

Der Sommer ist da. Tagsüber ist es so warm, dass ich mich am liebsten gar nicht bewegen mag. Ich habe einen hellen Abdruck von den Schuhe, die ich am häufigsten trage (wenn ich nicht gerade barfuß laufe). Der Sommer schmeckt für mich nach Erdbeeren, Basilikum, Vanille und Johannisbeeren, er riecht nach Lavendel, Rosen, nach Feldern die langsam gelb werden. Er ist schwer und bunt und voll.
In den letzten Jahren mochte ich den Sommer nicht so gern, in Berlin war er mir zu schmutzigstaubig, zu laut und zu schwitzig. Hier kann ich in fünfzehn Minuten mit dem Rad an den See fahren, ich kann über die Straße laufen und bin am Fluss. Ich kann die Kühle des Waldes genießen, die abendliche Ruhe der Felder. Ich kann mich am staubigen Geruch der Straßen erfreuen, kurz bevor der Regen einsetzt. Sommer hier ist schön, vieles erinnert mich an meine Kindheit, an meine Jugend (die, wie ich nun spüre, wohl auch langsam vorbei ist).

“Ich sauge den Sommer in mich rein wie die Wildbienen den Honig”, sagte sie. “Ich sammele mir einen großen Sommerkuchen zusammen und von dem werde ich leben, wenn… wenn nicht mehr Sommer ist. Und weißt du, woraus er besteht?”
Und sie erzählte es Birk.
“Es ist ein einziger großer Kuchen aus Sonnenaufgängen und Blaubeerreisig mit reifen Beeren und Sommersprossen, die du auf den Armen hast, und abendlichem Mondschein über dem Fluss und Sternenhimmel und Wald in der Mittagshitze, voll von Sonnenlicht auf den Fichten und Regenschauern und all sowas. Und voller Eichhörnchen und Füchse und Hasen und Elche und dazu alle Wildpferde, die wir kennen. Und auch noch unser Schwimmen und Reiten im Wald, ja, da hörst du, dass mein großer Kuchen aus allem besteht, was Sommer ist.”
[aus: Ronja Räubertochter, von Astreid Lindgren]





Auf ein bisschen Berliner Sommer freue ich mich trotzdem - in zwei Wochen werde ich ein Wochenende dort verbringen. Für diese Zeit kann ich den - für mich - so anderen Sommer dort dann hoffentlich genießen (mit Sonne, vielleicht ein bisschen Wind und mit vielen (anderen) Sommergästen).

12 von 12 | Juli

Sonntag, 12. Juli 2015

Juchhu, in diesem Monat habe ich wieder daran gedacht und 12 Bilder (eigentlich sogar viiiel mehr) von meinem Tag gemacht. Los geht's:


Ich denke schon beim Zubettgehen daran, dass ja morgen (also heute, ehm...) der 12. ist und mache das erste Bild: Da die letzte Maschine Wäsche im Trockner schier ewig lang brauchte, geht es erst nach Mitternacht ins Bett.
Der nächste Morgen startet ganz entspannt, ich kann ausschlafen. Der Himmel ist bedeckt, aber das macht mir (noch) nichts aus, bleibe ich eben noch ein bisschen im Bett liegen.


Da wir später zum Streetfood-Festival wollen, gibt es nur ein kleines Frühstück. Dazu: Tee aus meiner neuen Tasse, die ich zum Geburtstag bekommen habe. Sie entspricht sehr meinem morgendlichen Gemüt und ich liebe sie - nicht nur wegen des Bildes, sondern auch, weil so viel Tee hineinpasst!
Während der Mann etwas für sein morgiges Seminar vorbereitet, packe ich Geschenke für eine Freundin ein.


Anschließend gehe ich zu meiner Mama, die gestern mit ihrer besten Freundin bei deren Schwester war (es wird noch verworrener...). Diese Schwester hat wiederum eine Freundin, die vor kurzem ein Haus gekauft hat. In diesem Haus lebte eine ehemalige Apothekerin und das Haus ist bis obenhin voll mit alten Möbeln, Koffern, Flaschen, Bildern, ... Als meine Mama davon hörte, dachte sie sofort an mich und so komme ich heute zu einem neuen alten Koffer, einer wunderschönen Kiste und ganz vielen Apothekerflaschen und -fläschchen. Außerdem wird in Kürze ein etwa Hundertjähriger Schreibtisch einziehen - ich kann es kaum erwarten!
Wieder zu Hause schaffe ich es noch, mir meine Nägel zu lackieren, bevor wir uns dann auf den Weg zum Streetfood Festival machen.


Dort probieren wir uns einmal beinahe durch das gesamte Angebot. Es gibt so viele tolle Sachen, dass ich mich fast nicht für ein Bild hätte entscheiden können... Leider regnet es permanent, wir versuchen aber, uns davon nicht weiter beeindrucken zu lassen.
Auf dem Rückweg besorgen wir noch schnell ein paar Kleinigkeiten (Kontaktlinsenflüssigkeit, Haarspray, ...) und fahren dann schnell nach Hause.


Da ich wirklich sehr nassgeregnet bin und zudem friere, nehme ich ein schönes heißes Bad. Das tut so gut - nun merke ich wirklich, wie müde ich bin.
Auf dem Sofa kann ich allerdings nur eine kurze Pause machen, dann muss ich mich auch schon anziehen, denn heute Abend geht es ins Theater.


Wir schauen die Derniere von "Sound of Music", bei der eine Freundin mitspielt und -singt. Es ist ganz wunderbar, macht großen Spaß und die Zeit vergeht wie im Flug! Ich befürchte allerdings, dass ich
Raindrops on roses and whiskers on kittens
Bright copper kettles and warm woollen mittens
Brown paper packages tied up with strings
These are a few of my favorite things
ewig nicht aus dem Kopf bekommen werde.
Anschließend machen wir uns auf den Heimweg und nun geht es gleich ins Bett - morgen beginnt wieder eine Woche voller Arbeit, doch es ist auch zugleich die letzte Woche im Semster. Unglaublich, dass die Zeit schon wieder so weit vorangeschritten ist.


Mehr 12 von 12 gibt's wie immer bei Caro



27

Dienstag, 7. Juli 2015

twenty seven years twenty seven years old
the only thing i know
the only thing i get told
i've gotta sell out if i wanna get sold
don't want the devil to be taking my soul, I
write songs that come from the heart
i don't give a fuck if they get in to the chart or not
only way i can be
is to say what i see
and have no shadow hanging over me


i don't know where i'm running but i know how to run
'cos running's the thing i've always done
i don't know what i'm doing but i know what i've done
i'm a hungry heart i'm a loaded gun


twenty seven years twenty seven years now
only thing i know
i know that i don't know how
to please everybody all of the time,
'cos everybody's always fucking changing their minds
a little bit faded
a little bit jaded
not gonna stop and i won't be persuaded
to write words i can't believe in
to see my face on a video screen

i don't know where i'm running but i know how to run
'cos running's the thing i've always done
i don't know what i'm doing but i know what i've done
i'm a hungry heart i'm a loaded gun

twenty seven years twenty seven years done
written six hundred songs only twelve get sung
eighty seven thousand cigarettes have passed through these lungs
and every single day i wish i'd never smoked one

a week brushing my teeth and a week getting my haircut
eight years sleeping i'm still tired when i wake up
a whole year eating and i still lost weight fuck
five proper girlfriends and five messy breakups

twenty seven birthdays twenty seven new years
thirty thousand quid just so i could have a few beers
ever dying old hopes
ever growing new fears
don't know where i'm going but i know how i got here


i don't know where i'm running but i know how to run
'cos running's the thing i've always done
i don't know what i'm doing but i know what i've done,
i'm a hungry heart i'm a loaded gun,
i don't know where i'm running but i know how to run
'cos running's the thing i've always done
i don't know what i'm doing but i know what i've done
i'm a hungry heart i'm a loaded gun

Hochzeit, Teil II

Dienstag, 7. Juli 2015

Vorhin konnten wir endlich unsere Hochzeitsfotos anschauen und abholen und ich bin so begeistert! Zwischen durch hatte ich (ja, ja, ich weiß, das ist blöd und albern) die Sorge, ich könnte mir auf den Bildern vielleicht nicht gefallen, würde mich aus irgendeinem Grund hässlich finden... Aber die Bilder sind so wunderschön!
Wenn man sieht, wie angespannt wir vorher waren und dann schaut, wie erleichtert und glücklich wir hinterher aussehen. Gebucht hatten wir eine Hochzeitsreportage mit Portraits und auch, wenn das teurer war als wir ursprünglich wollten, hat es sich wirklich sehr gelohnt. Kein Moment wurde ausgelassen, im Gegenteil, selbst Momente, die wir selbst nicht bemerkten, wurden eingefangen und festgehalten. Wir selbst mussten uns um nichts kümmern und ich vergaß häufig sogar, dass unsere Fotografin überall ganz nah dabei war.
Wir haben hin und her überlegt, uns dann aber doch entschieden, wenigstens ein (kleines) Foto von uns zu teilen - wenn ich auch sonst mit Fotos von mir auf meinem Blog eher sparsam bin... ;)









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