Traumtisch

Freitag, 24. Juli 2015

Kurz nachdem der Mann und ich in die neue Wohnung zogen stellte ich fest, dass unser alter Tisch mir zu klein geworden war. Wir hatten ihn noch in Berlin gekauft, eine Frau hatte ihn aufgearbeitet und mit einer Glasplatte versehen. Er war wunderbar - für unsere alte Küche. Wie so oft, wenn wir mit einem Möbelstück nicht wissen, wohin, liehen wir es erst einmal meiner Mama aus (wir tauschen häufiger mal Möbel, so bleiben sie sozusagen im Bestand) und besorgten uns günstig einen neuen gebrauchten Tisch. Der gefiel uns an sich gut, war aber auch schnell irgendwie zu klein und einfach nicht passend für uns. Für den Übergang liehen wir uns von Freunden einen großen, ausziehbaren Tisch aus massivem Holz. Die Farbe gefiel mir, doch er wirkte schon sehr... schwer. So richtig wollte auch er sich nicht einfügen. Heute hatte ich dann endgültig genug. Nachdem ich vor einiger Zeit bei Pinterest auf eine schöne Idee für ein Tisch-DIY gestoßen war, zog es mich in den Baumarkt und zum Möbelschweden. Ich besorgte ein Untergestell aus weißem Stahl, Holz und Schrauben. zu Hause war ich etwa zwei Stunden beschäftigt, doch nun steht er und sieht fabelhaft aus: Unser neuer, selbstgemachter und perfekt auf uns abgestimmter Küchentisch:


Der Mann war zunächst sprachlos, als er heimkam. Und dann begeistert. Ich bin es ebenso! Morgen werde ich den Tisch noch etwas anschleifen und mit Wachs behandeln, dann kann auch ohne Sorge (meinerseits) von ihm gegessen werden. Meine Wochenend-Freude!

Sommer

Samstag, 18. Juli 2015

Der Sommer ist da. Tagsüber ist es so warm, dass ich mich am liebsten gar nicht bewegen mag. Ich habe einen hellen Abdruck von den Schuhe, die ich am häufigsten trage (wenn ich nicht gerade barfuß laufe). Der Sommer schmeckt für mich nach Erdbeeren, Basilikum, Vanille und Johannisbeeren, er riecht nach Lavendel, Rosen, nach Feldern die langsam gelb werden. Er ist schwer und bunt und voll.
In den letzten Jahren mochte ich den Sommer nicht so gern, in Berlin war er mir zu schmutzigstaubig, zu laut und zu schwitzig. Hier kann ich in fünfzehn Minuten mit dem Rad an den See fahren, ich kann über die Straße laufen und bin am Fluss. Ich kann die Kühle des Waldes genießen, die abendliche Ruhe der Felder. Ich kann mich am staubigen Geruch der Straßen erfreuen, kurz bevor der Regen einsetzt. Sommer hier ist schön, vieles erinnert mich an meine Kindheit, an meine Jugend (die, wie ich nun spüre, wohl auch langsam vorbei ist).

“Ich sauge den Sommer in mich rein wie die Wildbienen den Honig”, sagte sie. “Ich sammele mir einen großen Sommerkuchen zusammen und von dem werde ich leben, wenn… wenn nicht mehr Sommer ist. Und weißt du, woraus er besteht?”
Und sie erzählte es Birk.
“Es ist ein einziger großer Kuchen aus Sonnenaufgängen und Blaubeerreisig mit reifen Beeren und Sommersprossen, die du auf den Armen hast, und abendlichem Mondschein über dem Fluss und Sternenhimmel und Wald in der Mittagshitze, voll von Sonnenlicht auf den Fichten und Regenschauern und all sowas. Und voller Eichhörnchen und Füchse und Hasen und Elche und dazu alle Wildpferde, die wir kennen. Und auch noch unser Schwimmen und Reiten im Wald, ja, da hörst du, dass mein großer Kuchen aus allem besteht, was Sommer ist.”
[aus: Ronja Räubertochter, von Astreid Lindgren]





Auf ein bisschen Berliner Sommer freue ich mich trotzdem - in zwei Wochen werde ich ein Wochenende dort verbringen. Für diese Zeit kann ich den - für mich - so anderen Sommer dort dann hoffentlich genießen (mit Sonne, vielleicht ein bisschen Wind und mit vielen (anderen) Sommergästen).

12 von 12 | Juli

Sonntag, 12. Juli 2015

Juchhu, in diesem Monat habe ich wieder daran gedacht und 12 Bilder (eigentlich sogar viiiel mehr) von meinem Tag gemacht. Los geht's:


Ich denke schon beim Zubettgehen daran, dass ja morgen (also heute, ehm...) der 12. ist und mache das erste Bild: Da die letzte Maschine Wäsche im Trockner schier ewig lang brauchte, geht es erst nach Mitternacht ins Bett.
Der nächste Morgen startet ganz entspannt, ich kann ausschlafen. Der Himmel ist bedeckt, aber das macht mir (noch) nichts aus, bleibe ich eben noch ein bisschen im Bett liegen.


Da wir später zum Streetfood-Festival wollen, gibt es nur ein kleines Frühstück. Dazu: Tee aus meiner neuen Tasse, die ich zum Geburtstag bekommen habe. Sie entspricht sehr meinem morgendlichen Gemüt und ich liebe sie - nicht nur wegen des Bildes, sondern auch, weil so viel Tee hineinpasst!
Während der Mann etwas für sein morgiges Seminar vorbereitet, packe ich Geschenke für eine Freundin ein.


Anschließend gehe ich zu meiner Mama, die gestern mit ihrer besten Freundin bei deren Schwester war (es wird noch verworrener...). Diese Schwester hat wiederum eine Freundin, die vor kurzem ein Haus gekauft hat. In diesem Haus lebte eine ehemalige Apothekerin und das Haus ist bis obenhin voll mit alten Möbeln, Koffern, Flaschen, Bildern, ... Als meine Mama davon hörte, dachte sie sofort an mich und so komme ich heute zu einem neuen alten Koffer, einer wunderschönen Kiste und ganz vielen Apothekerflaschen und -fläschchen. Außerdem wird in Kürze ein etwa Hundertjähriger Schreibtisch einziehen - ich kann es kaum erwarten!
Wieder zu Hause schaffe ich es noch, mir meine Nägel zu lackieren, bevor wir uns dann auf den Weg zum Streetfood Festival machen.


Dort probieren wir uns einmal beinahe durch das gesamte Angebot. Es gibt so viele tolle Sachen, dass ich mich fast nicht für ein Bild hätte entscheiden können... Leider regnet es permanent, wir versuchen aber, uns davon nicht weiter beeindrucken zu lassen.
Auf dem Rückweg besorgen wir noch schnell ein paar Kleinigkeiten (Kontaktlinsenflüssigkeit, Haarspray, ...) und fahren dann schnell nach Hause.


Da ich wirklich sehr nassgeregnet bin und zudem friere, nehme ich ein schönes heißes Bad. Das tut so gut - nun merke ich wirklich, wie müde ich bin.
Auf dem Sofa kann ich allerdings nur eine kurze Pause machen, dann muss ich mich auch schon anziehen, denn heute Abend geht es ins Theater.


Wir schauen die Derniere von "Sound of Music", bei der eine Freundin mitspielt und -singt. Es ist ganz wunderbar, macht großen Spaß und die Zeit vergeht wie im Flug! Ich befürchte allerdings, dass ich
Raindrops on roses and whiskers on kittens
Bright copper kettles and warm woollen mittens
Brown paper packages tied up with strings
These are a few of my favorite things
ewig nicht aus dem Kopf bekommen werde.
Anschließend machen wir uns auf den Heimweg und nun geht es gleich ins Bett - morgen beginnt wieder eine Woche voller Arbeit, doch es ist auch zugleich die letzte Woche im Semster. Unglaublich, dass die Zeit schon wieder so weit vorangeschritten ist.


Mehr 12 von 12 gibt's wie immer bei Caro



27

Dienstag, 7. Juli 2015

twenty seven years twenty seven years old
the only thing i know
the only thing i get told
i've gotta sell out if i wanna get sold
don't want the devil to be taking my soul, I
write songs that come from the heart
i don't give a fuck if they get in to the chart or not
only way i can be
is to say what i see
and have no shadow hanging over me


i don't know where i'm running but i know how to run
'cos running's the thing i've always done
i don't know what i'm doing but i know what i've done
i'm a hungry heart i'm a loaded gun


twenty seven years twenty seven years now
only thing i know
i know that i don't know how
to please everybody all of the time,
'cos everybody's always fucking changing their minds
a little bit faded
a little bit jaded
not gonna stop and i won't be persuaded
to write words i can't believe in
to see my face on a video screen

i don't know where i'm running but i know how to run
'cos running's the thing i've always done
i don't know what i'm doing but i know what i've done
i'm a hungry heart i'm a loaded gun

twenty seven years twenty seven years done
written six hundred songs only twelve get sung
eighty seven thousand cigarettes have passed through these lungs
and every single day i wish i'd never smoked one

a week brushing my teeth and a week getting my haircut
eight years sleeping i'm still tired when i wake up
a whole year eating and i still lost weight fuck
five proper girlfriends and five messy breakups

twenty seven birthdays twenty seven new years
thirty thousand quid just so i could have a few beers
ever dying old hopes
ever growing new fears
don't know where i'm going but i know how i got here


i don't know where i'm running but i know how to run
'cos running's the thing i've always done
i don't know what i'm doing but i know what i've done,
i'm a hungry heart i'm a loaded gun,
i don't know where i'm running but i know how to run
'cos running's the thing i've always done
i don't know what i'm doing but i know what i've done
i'm a hungry heart i'm a loaded gun

Hochzeit, Teil II

Dienstag, 7. Juli 2015

Vorhin konnten wir endlich unsere Hochzeitsfotos anschauen und abholen und ich bin so begeistert! Zwischen durch hatte ich (ja, ja, ich weiß, das ist blöd und albern) die Sorge, ich könnte mir auf den Bildern vielleicht nicht gefallen, würde mich aus irgendeinem Grund hässlich finden... Aber die Bilder sind so wunderschön!
Wenn man sieht, wie angespannt wir vorher waren und dann schaut, wie erleichtert und glücklich wir hinterher aussehen. Gebucht hatten wir eine Hochzeitsreportage mit Portraits und auch, wenn das teurer war als wir ursprünglich wollten, hat es sich wirklich sehr gelohnt. Kein Moment wurde ausgelassen, im Gegenteil, selbst Momente, die wir selbst nicht bemerkten, wurden eingefangen und festgehalten. Wir selbst mussten uns um nichts kümmern und ich vergaß häufig sogar, dass unsere Fotografin überall ganz nah dabei war.
Wir haben hin und her überlegt, uns dann aber doch entschieden, wenigstens ein (kleines) Foto von uns zu teilen - wenn ich auch sonst mit Fotos von mir auf meinem Blog eher sparsam bin... ;)









Im Juli möchte ich...

Freitag, 3. Juli 2015

  • einen schönen Geburtstag feiern; morgens gehe ich frühstücken mit meiner Mama und den Nachmittag verbringe ich dann mit dem Mann gemeinsam.
  • die Bilder unserer Hochzeit anschauen und mit Freunden teilen.
  • eine schöne Zeit verbringen, wenn eine gute Freundin aus Berlin zu Besuch kommt.
  • selbst endlich wieder einmal nach Berlin fahren.
  • den Wien-Urlaub vom Mann und mir anfangen zu planen.



Im Juni habe ich...

  •  geheiratet!
  •  statt einer Hausarbeit vier Assignments geschrieben - danach war ich wirklich erst einmal platt.
  • meine freie Woche sehr genossen (und das tue ich noch).
  • Erdbeeren gepflückt und die erste Marmelade des Jahres eingekocht.
  • ganz viel Zeit draußen verbracht und einiges im Umland unternommen.



[Eine tolle Idee von Frische Brise]


Mittwochsschön | KW 27

Mittwoch, 1. Juli 2015

Schon viel zu lange habe ich hier kein Mittwochsschön mehr gesammelt... Dafür wurde es wirklich mal wieder Zeit! Also schon so oft, fünf Dinge die heute schön waren oder auf die ich mich freue:

  1. Das schöne Wetter hebt meine Laune ungemein und auch wenn es mir manchmal zu warm ist, so liebe ich es doch, bei offenen Fenstern meine Sommerplaylist zu hören und zu entspannen.
  2. Heute werde ich mit meiner liebsten Brieffreundin Erdbeeren pflücken gehen.
  3. Irgendwann in dieser Woche wird ein Anruf kommen und dann sind die Bilder unserer Hochzeit abholbereit. Ich bin schon sehr neugierig und kann mich kaum noch gedulden.
  4. Das Schränkchen sieht im Wohnzimmer ganz wunderbar aus - überhaupt habe ich dort gerade alles einmal umgestellt und so gefällt es mir nun noch besser.
  5. Nur noch drei Mal schlafen, dann habe ich Geburtstag! ohh, ich freu' mich so. Ich liebe es nicht nur, Geburtstagsüberraschungen für andere zu planen, ich liebe es auch, selbst Geburtstag zu haben.




12 Monate, 12 Projekte | Teil II

Dienstag, 30. Juni 2015

Im Dezember schrieb ich davon, dass ich an dem Projekt von Mirka hat auf ihrem Blog Verdachtsmoment teilnehmen wolle.  Für jeden Monat gab, bzw. gibt es ein Projekt und dann reflektiere und berichte ich darüber. Da ich nicht genau wusste, wie ich darüber schreiben wollte, beschlosse ich, jeweils einen Dreimonats-, bzw. Dreiprojektsrückblick zu machen.
Den Rückblick zum ersten Vierteljahr findet ihr hier, nun auf zum zweiten Vierteljahr... Ein halbes Jahr ist schon vorbei, ist das zu fassen?

April: Wöchentlich ein neues Rezept ausprobieren

Zu Ostern probierte ich den Buttermilch-Kardamom-Zopf nach diesem Rezept aus und er schmeckte wunderbar. Auf dem Bild wirkt es nicht so, doch er war wirklich enorm groß und wir hatten nach dem Osterbrunch noch zwei Tage etwas davon.

Kurz nach Ostern beschloss ich, mal die Zitrone-Mohn-Pancakes mit Ricotta auszuprobieren. Sie zu wenden war fast unmöglich, doch dafür schmeckten sie ganz fabelhaft! Das erinnert mich daran, dass ich sie unbedingt mal wieder machen sollte. Besonders jetzt im Sommer schmecken sie so schön frisch und ganz leicht.

Außerdem probierte ich einen Brownie-Käsekuchen aus, von dem es allerdings kein Bild gibt - ich muss meinem Kalender vertrauen, in den ich eingetragen habe, dass ich ihn buk, denn erinnern kann ich mich gerade nicht daran.

Zuletzt probierte ich Mini-Hamburger-Brötchen, gefunden hier, aus. Ich ersetzte einen Teil des Wassers durch Buttermilch, so wurden die Brötchen noch fluffiger. Im Nachhinein betrachtet hätte ich sie noch kleiner formen können, aber so war das auch ganz wunderbar.


Mai: Kein Geld für Schnickschnack (Kleidung, Deko, Bücher, ...) ausgeben

Ich erinnere mich, ein Teil gekauft zu haben - achja, ein Buch war es. Aber ansonsten konnte ich mich erstaunlich gut an dieses Vorhaben halten! Ich mied bestimmte Einrichtungs-Blogs, ging nicht in die Innenstadt und schaute auch im Internet nicht nach Büchern oder Kleidung. Geld gespart habe ich trotzdem nicht, denn obwohl ich nur ein Buch für mich kaufte, besorgte ich doch einiges für den Geburtstag des Mannes im Juni.


Juni: Marmelade einkochen

Das war das wohl einfachste 'Projekt'! Schon ganz Anfang Juni fuhr ich mit dem Mann Erdbeeren pflücken (knapp dreieinhalb Kilo) und noch am selben Nachmittag kochte ich genug Marmelade für 15 Gläser. Einen Teil der Erdbeeren frierte ich ein, den Rest aßen wir sofort. Es geht doch nichts über selbstgemachte Marmelade... Im Laufe des Sommers kommen dann noch Himbeer-, Johannisbeer- und Blaubeermarmelade dazu. Und vielleicht endlich einmal Brombeermarmelade, wenn ich genug Brombeeren finde.

Glück

Montag, 29. Juni 2015

Ich glaube, das Leben meint es momentan ganz wunderbar gut mit mir - und ich bin sehr dankbar dafür. Der Mann und ich scheinen nach der Hochzeit noch ein bisschen näher zusammengerückt zu sein; so gern sitze ich momentan einfach neben ihm (am liebsten Tee trinkend), wir unterhalten uns oder schweigen gemeinsam. Das Wetter ist zudem ganz wunderbar und ich muss in dieser Woche nicht arbeiten, ich habe Urlaub. Zwar ruft die Uni am Mittwoch und Donnerstag, aber endlich habe ich mal wieder Zeit, mich in Ruhe auf meine Seminare vorzubereiten. Ein paar Pläne habe ich in dieser Woche auch noch, ich möchte Erdbeeren pflücken, am Samstag habe ich Geburtstag (yey!) und am Sonntag kommt eine gute Freundin aus Berlin zu Besuch, die ich schon ganz lange nicht mehr gesehen habe. Ich bin schon ganz vorfreudig! Bis Dienstag wird sie bleiben und am Montag gehen wir gemeinsam in das Seminar, das der Mann an der Uni gibt.
Noch dazu gedeihen meine Pflanzen ganz fabelhaft (inzwischen sind es schon vier Basilikumpflanzen, die auf der Fensterbank im Schlafzimmer stehen) und ein Schränkchen, das ich vor einiger Zeit vom Sperrmüll rettete, wird gerade von mir restauriert und zieht dann morgen ins Wohnzimmer ein.


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